Als wachstumsorientiertes Privatunternehmen, als pragmatischer Wirtschaftsteilnehmer, und als Befürworter einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützt Infomaniak das neue CO2-Gesetz.

Das neue CO2-Gesetz: Worum geht es?

Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 auf null herunterzufahren. Um dies zu erreichen, benötigt sie ein angemessenes Rechtsinstrument – ein neues CO2-Gesetz. Das Problem dabei: Ein Bündnis zwischen Öl- und Automobilindustrie hat ein Referendum eingereicht, um diese dringend benötigte Entwicklung zu stoppen. Die Schweizer Bevölkerung hat hierüber am 13. Juni 2021 abzustimmen.

„Wenn wir so weiterleben wollen wie bislang, müssen wir gemeinsam alles tun, um eine Wende einzuleiten.“ Das macht Boris Siegenthaler, Mitgründer und strategischer Direktor von Infomaniak, deutlich. „Unternehmen müssen aufgrund ihrer Flexibilität mit gutem Beispiel vorangehen und umfassend und rasch auf die Klimabilanz einwirken.“

Die im neuen Gesetz festgeschriebenen Ziele für die CO2-Reduktion ermöglichen, in der Schweiz jedes Jahr mehr als 1.5 Milliarden Franken einzusparen und so neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die neue Rechtsgrundlage ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn wir die Auflagen in Bezug auf die CO2-Emissionen von Unternehmen für zu milde halten. Der Anstieg des Preises fossiler Brennstoffe ist noch immer zu gering, um eine abschreckende Wirkung zu erzeugen. Doch dies ist ein notwendiger erster Schritt.

Ein verbindlicher Rahmen soll die Emissionen von Unternehmen regeln

Mit dem neuen Gesetz wurde eine Logik geschaffen, von der wir uns eine Allgemeingültigkeit erhoffen – ein verbindlicher Mechanismus zugunsten der Umwelt, der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft. Alle Unternehmen dürften sich nun unter Einhaltung derselben Regeln weiterentwickeln. Der Schutz des Planeten geht uns alle an und darf nicht seltenen Einzelinitiativen überlassen bleiben.

Als Schweizer und europäischer Cloud-Anbieter haben wir einen ökologischen Fussabdruck und sind uns dessen bewusst. Infomaniak hält seit 2007 verbindliche Grenzwerte zum Schutz der Umwelt ein. Wir haben eine der strengsten Chartas der Branche mit mehr als 17 Leistungsversprechen geschaffen:

  • Wir kompensieren unsere gesamten CO2-Emissionen zu 200%
  • Wir verwenden ausschliesslich zertifizierte lokale Energie aus erneuerbaren Quellen
  • Wir spenden 1% unseres Wachstums an Organisationen, die sich für den Klimaschutz einsetzen
  • Wir kühlen unsere Infrastrukturen ausschliesslich mit natürlicher Luft
  • Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden zur sanften Mobilität und fördern dies mit einer Prämie von bis zu 1500.- Franken pro Jahr
  • Wir haben uns für eine ethikbewusste und nachhaltige Pensionskasse entschieden
  • Die Umsetzung dieser Ziele wird kontinuierlich von einem in Vollzeit tätigen Experten optimiert
  • Unsere Leistungsversprechen entdecken

Wir sind uns darüber im Klaren, dass die positive Wirkung der Kompensation häufig zeitverzögert und nicht unbedingt in den Regionen eintritt, in denen unsere Tätigkeiten CO2-Emissionen verursachen. Diese Strategie ist jedoch allen Unternehmen zugänglich. Sie ist ein schwieriger erster Schritt, der eine Schärfung des Bewusstseins und die Verringerung des eigenen ökologischen Fussabdrucks bewirkt. Infomaniak ist übrigens gerade dabei, die „B Corp“-Zertifizierung zu erhalten, die Unternehmen mit sehr hohen Standards für Gesellschaft und Umwelt verliehen wird.

Auf nachhaltige und umweltfreundliche Technologien setzen

Um zum Klimaschutz beizutragen, bestehen zwei Möglichkeiten: die eigenen CO2-Emissionen kompensieren und senken. Doch selbst eine Kompensation um 200% – so wie von uns praktiziert – verhindert nicht die Entstehung von CO2. Daher verbessern wir fortwährend die Energieeffizienz unserer Infrastrukturen. Allein 2019 hat uns die Gesamtheit unserer Massnahmen ermöglicht, unseren Stromverbrauch um 14,7% zu verringern.

Neben unseren Bemühungen zur Senkung unseres Fussabdrucks, die Abfallentsorgung, sanfte Mobilität, Beschaffungsstrategie usw. umfassen, haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, unsere Emissionen präzise zu messen. Diese Messungen werden geprüft und dienen der Festlegung prioritärer Massnahmen, um unseren ökologischen Fussabdruck zu senken.

Die Herausforderung: einen wirksamen Kompromiss finden

Da wir ausschliesslich erneuerbare Energie nutzen und unsere Rechenzentren mit natürlicher Aussenluft gekühlt werden, verursachen die Herstellung und der Transport der Server unsere höchsten CO2-Emissionen.

Folglich haben wir beschlossen, die Lebensdauer unserer Server auf bis zu 15 Jahre zu verlängern. Dies bedingt die Anschaffung teurerer Server, die im Anschluss mit leistungsfähigeren Komponenten aufgerüstet werden können.

Die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit werden durch die Redundanz der Dienste und unsere Cloud-Infrastruktur gewährleistet, sodass eine bedarfsgesteuerte Ressourcenzuweisung ermöglicht wird.

Vor welcher Herausforderung stehen wir? Wir müssen den schwierigen Spagat zwischen der Nutzung des verfügbaren Platzes in Rechenzentren, dem Stromverbrauch unserer ältesten Server und den durch den Kauf neuer Server bedingten CO2-Emissionen bewältigen.

Zögern ist nicht mehr zeitgemäss

Mit gutem Willen allein lassen sich keine Berge mehr versetzen. Da das Weltklima in eine kritische Phase eingetreten ist, müssen alle Wirtschaftszweige gezwungen werden, ihre CO2-Emissionen zu senken. Investitionen in den Umweltschutz müssen die Norm werden.

Der Sinn des Lebens besteht darin, nachhaltig zu agieren – das gilt zumindest für Unternehmen. Boris Siegenthaler, Mitgründer und strategischer Direktor von Infomaniak

Aufgrund der Tragweite dieser Herausforderung haben wir beschlossen, den WWF Schweiz bei seiner Kampagne zugunsten des neuen CO2-Gesetzes finanziell zu unterstützen. Die Spende versteht sich als Ergänzung zu den 1% unseres Wachstums, das wir jedes Jahr NRO wie Public Eye oder dem Bruno Manser Fonds zukommen lassen.

Jeder hat selbst dafür Sorge zu tragen, seinen Konsum mit seinen Werten und seinem Gewissen zu vereinbaren.

Weitere Informationen zu unserem Engagement für die Umwelt