Apple hat Intel hinter sich gelassen und seine Macs auf ARM-Prozessoren umgestellt – mit einem klaren Ziel: mehr Leistung bei weniger Energieverbrauch. Als diese energieeffizienten Prozessoren auf dem Servermarkt verfügbar wurden, fragten wir uns bei Infomaniak sofort, ob wir von dieser neuen Prozessorarchitektur profitieren könnten. Seit 2023 setzen wir sie schrittweise in der Speicherinfrastruktur unserer Public Cloud ein. Hier ist, was wir gemacht haben und was sich dadurch konkret verändert.
Die gleichen Prozessoren wie in den Macs – für Cloud-Speicherlösungen
ARM-Prozessoren sind der Grund, warum aktuelle MacBooks stundenlang laufen können – ohne zu überhitzen und ohne den Akku zu leeren.
Datenspeicherung erfordert keine extreme Rechenleistung. Was sie erfordert, sind Konstanz, Zuverlässigkeit und Effizienz.
- Unsere auf klassischen x86-Prozessoren basierenden Speicherserver zeigen Leistungsschwankungen: Diese Prozessoren passen ihre Geschwindigkeit ständig an und verteilen mehrere Aufgaben auf dieselben Komponenten – was unter hoher Last zu weniger vorhersehbaren Ergebnissen führt.
- Mit ARM-Prozessoren entfällt dieses Problem: Ihre konstruktionsbedingt unterschiedliche Architektur bietet stabile Leistung, auch bei maximaler Auslastung.
Wir haben daher eine logische Entscheidung getroffen: diese Prozessoren schrittweise für die Speicherinfrastruktur unserer Public Cloud und unserer VPS einzusetzen.
Bis zu 2,5-mal effizienter
Was heisst das in der Praxis?
Geringerer Stromverbrauch
Die Zahl, die alles zusammenfasst: Die von uns eingesetzten Prozessoren können bei Cloud-nativen Workloads bis zu 2,5-mal energieeffizienter sein als herkömmliche x86-Prozessoren. Auf Zehntausende von Servern hochgerechnet, das macht einen erheblichen Unterschied beim Gesamtverbrauch.
Vereinfachte Kühlung
Diese Prozessoren können problemlos mit einfacher Luftkühlung betrieben werden, ohne aufwändige Klimaanlagen oder Flüssigkühlung. Bei Infomaniak laufen unsere Rechenzentren seit 2013 ohne traditionelle Klimaanlagen. Diese Technologie fügt sich daher perfekt in unser Modell ein.
Eine leistungsstarke Infrastruktur
Unsere Rechenzentren betreiben problemlos GPU-Cluster und leistungsstarke Prozessoren für KI und anspruchsvolle Workloads. Die Entscheidung für energiesparende Prozessoren betrifft ausschliesslich den Speicherbereich, wo rohe Rechenleistung keine Priorität hat. Für unsere Kunden ist das Ergebnis spürbar: ein zuverlässigerer Cloud-Dienst mit deutlich besserer Energieeffizienz.
Eine Entscheidung im Einklang mit unserem Nachhaltigkeitsengagement
Bei Infomaniak ist diese Entscheidung Teil einer umfassenden Strategie, die wir seit 2007 verfolgen – jede Entscheidung zielt darauf ab, unseren ökologischen Fussabdruck messbar zu reduzieren.
Unsere Rechenzentren werden vollständig mit lokal erzeugtem erneuerbaren Strom betrieben, hauptsächlich aus Wasser- und Solarkraft. Ausserdem produzieren wir rund 30 % unserer Energie über unsere eigenen Solaranlagen.
Was die Hardware betrifft: Der Kauf eines neuen Servers ist unsere grösste CO₂-Quelle – zwischen 1,7 und 2,5 Tonnen pro Maschine. Deshalb refurbishen wir unsere Server und betreiben sie bis zu 15 Jahre lang, ohne Abstriche bei der Leistung, auch für anspruchsvollste Workloads. Unvermeidbare Restemissionen kompensieren wir zu 200 % – 100 % in der Schweiz und 100 % international. Unser im Januar 2025 eröffnetes Rechenzentrum veranschaulicht diesen Ansatz eindrücklich. 100 % des verbrauchten Stroms wird in Wärme umgewandelt, zurückgewonnen und ins Fernwärmenetz eingespeist – ohne externen Wasserverbrauch. Im Winter versorgt es 6.000 Haushalte mit Wärme. Im Sommer entspricht die zurückgewonnene Energie 20.000 Fünf-Minuten-Duschen täglich. Es ist Wärme, die sonst verloren gegangen wäre. Heute kommt sie der Gemeinschaft zugute – nachdem sie für Rechnen und Speichern genutzt wurde.
Der Umstieg auf energiesparende Prozessoren ist ein weiterer Hebel, neben allen anderen, die wir täglich einsetzen.
Eine souveräne und möglichst nachhaltige Cloud-Infrastruktur
Alles, was wir beschrieben haben, kommt unseren Kunden direkt zugute, wenn sie unsere Public Cloud oder VPS nutzen. Konkret kann ein Unternehmen seine Anwendungen auf verwaltetem Kubernetes betreiben, Daten in replizierten Datenbanken speichern, die wir für sie pflegen, oder souveräne KI über eine OpenAI-kompatible API in seine Produkte integrieren. Wir setzen auf offene Standards – ein Wechsel ist einfach und die Preise sind bis zu 200 % wettbewerbsfähiger als bei grossen Hyperscalern.
Für Organisationen, die der DSGVO, dem DSG oder branchenspezifischen Anforderungen unterliegen, wird die gesamte Kette in der Schweiz, unter Schweizer Recht und ohne Abhängigkeit von extraterritorialen Jurisdiktionen betrieben.
Testen Sie die Public Cloud von Infomaniak selbst. Wir bieten Cloud-Guthaben für 3 Monate, ohne Verpflichtung. Für grössere Migrationsprojekte oder spezifische Anforderungen steht unser Sales-Team gerne für ein direktes Gespräch zur Verfügung.
Technische Spezifikationen
Prozessoren: Ampere® Altra® Cloud Native Processors, derzeit auf HPE ProLiant RL300 Gen 11 Servern im Einsatz
Architektur: Single-threaded, multi-core, konzipiert für Cloud-native Workloads
Einsatzbereich: Speicherinfrastruktur (Backend der Public Cloud und der VPS von Infomaniak)
Leistung: Die ARM-Architektur ist konstruktionsbedingt weniger anfällig für Leistungsschwankungen, die bei x86-CPUs auftreten, wenn Standardeinstellungen (Multi-Threading, Boost-Frequenz usw.) aktiviert sind. Dadurch eignet sie sich besonders gut für Workloads mit hoher Parallelität wie verteilter Speicherung.
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Freitag 31 Oktober 2025

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