Welche Cloud ist die richtige? Die Wahl einer Cloud-Plattform wirkt sich auf alle Phasen eines Projekts und damit dessen Erfolg aus. Die Frage stellt sich Entwicklern genauso wie CEOs.

In diesem Artikel kommt ein Entwickler zu Wort, der Cloud-Plattformen auf Herz und Nieren prüft und den konkreten Anforderungen von Unternehmen gegenüberstellt. Im Zuge des Wandels der Arbeitsmethoden, mit dem Unternehmen konfrontiert sind, sticht eine Lösung wie keine andere hervor: Jelastic Cloud. Für den IT-Consultant Marco Molteni ist die Sache klar: Jelastic bietet gegenüber Mainstream-Lösungen wie Azure und AWS mehrere unschlagbare Vorteile. „Neben dem unmittelbaren Zugang zu den neuesten Technologien und dem Preis überzeugt vor allem die Benutzerfreundlichkeit dieses Produkts“, erklärt er. Marco entwickelt seit 2001 Lösungen für Kunden wie HP, Zürcher Kantonalbank, SBB, CSS oder Skyguide. Ebenso berät er europäische Banken, KMU, Start-ups und Vereinigungen.

Hallo Marco, welche Erfahrungen haben Sie mit der Cloud gemacht?

Ich unterstütze Unternehmen schon seit Langem bei ihrer Migration in die Cloud. Bei grossen Unternehmen bin ich innerhalb des Spektrums ihrer Plattform tätig, während ich bei kleineren Firmen auch für die Cloud-Architektur selbst verantwortlich zeichne. Ich bin übrigens auch Entwickler, also können wir uns doch duzen, oder? 😉

Was hältst du von den bestehenden Cloud-Lösungen?

Ich will nichts beschönigen – die sind im Allgemeinen äusserst komplex und teuer. Angebote zu durchschauen und Kosten auszurechnen, bleibt weiter eine Angelegenheit für Spezialisten. Die meisten Angebote sind mit zahlreichen Überraschungen bei den Schätzungen verbunden. Demgemäss ist die Planung äusserst schwierig. Wer keine Erfahrung hat, muss sich äusserst vorsichtig vorantasten.

Unternehmen wenden sich an Cloud-Consultants, die über die notwendigen Zertifizierungen verfügen, um sich in diesem Dschungel zurechtzufinden. Um die Umsetzung zu vereinfachen, greifen zahlreiche Consultants sogar auf eine intermediäre Software-Schicht zurück, um Entwicklung und Umsetzung dieser Plattformen zu automatisieren und zu vereinfachen. Dies übernehmen Lösungen wie OpenShift von RedHat. Und als ob nicht alles schon schwierig genug wäre, drängen Platzhirsche ihre Kunden dazu, kostenlose oder ermässigte proprietäre Optionen zu nutzen, die die spätere Migration zu Lösungen von Mitbewerbern erschweren, ja sogar unmöglich machen.

Was meinst du – warum dominieren diese komplizierten Lösungen den aktuellen Markt?

In der IT-Welt kursierte früher mal ein Witz, wonach kein IT-Leiter gefeuert wurde, wenn er Produkte von IBM oder Oracle kaufte. Gleiches lässt sich heutzutage in Bezug auf die Angebote von Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) sagen. Clouds sind mit einer gewissen Faszination verbunden, und Unternehmen entscheiden sich von vornherein für diese Lösungen, um „Problemen aus dem Weg zu gehen“.

Probleme gibt es reichlich, keine Frage. Das fängt an beim Datenschutz und dem fehlenden lokalen Support und setzt sich fort mit der Komplexität der Dienste, die die Einleitung von Projekten bremst und die Kosten in die Höhe treibt. Zudem stellt sich die Frage nach dem Datenzugang bei Störungen, da sich die Server im Ausland befinden. Am Ende des Tages sind die Kunden vollständig der Hotline des Anbieters ausgeliefert. Da ist es besser, wenn man als Kunde Macht hat.

Welche Cloud-Lösung ist deiner Meinung nach die beste?

Technisch betrachtet sind die Angebote ähnlich. Man kann nicht wirklich behaupten, dass eine Lösung besser ist als eine andere. Allerdings gibt es ohne Frage Besonderheiten, die je nach Bedarf besser angepasst sein können. Die meisten Firmen benötigen einfache Standard-Lösungen. Und dabei nutzen sie niemals die Hälfte der Möglichkeiten der grössten Anbieter, die alle möglichen Anwendungsszenarien mit allen denkbaren Funktionen abdecken wollen. Auch in dieser Hinsicht punkten lokale Lösungen mit echten Garantien für technischen Support und Datenschutz.

Unsere Kunden sind hauptsächlich KMU, Start-ups und Agenturen – welche Lösung empfiehlst du ihnen?

Auf Einfachheit setzen. Einfachheit ermöglicht Fortschritt.

In den meisten Fällen, in denen keine komplexe, beispielsweise über mehrere Kontinente verteilte Infrastruktur erforderlich ist, würde ich mich für Jelastic entscheiden. Anders gesagt: so gut wie immer. Dies ist die ideale Lösung, um zu sehr geringen Anfangskosten in eine Cloud einzusteigen.

90% der Anwendungsszenarien in Unternehmen sind simpel: Unternehmen müssen Anwendungen implementieren (mit oder ohne Docker), Datenbanken nutzen, Dateien speichern, Zugänge sichern, Monitorings durchführen und CI- / CD-Prozesse automatisieren.

Jelastic ist benutzerfreundlich, nicht teuer und lässt sich leicht auf die Bedürfnisse von Unternehmen zuschneiden. Sinnvoll ist in jedem Fall, sich für eine einsatzbereite Lösung zu entscheiden, bei der alles „out of the box“ funktioniert – statt sich im (Amazonas-)Dschungel zu verirren oder bei eigenen Projekten ausgebremst zu werden.

Wie hast du Jelastic entdeckt?

Ich bin in der Java Community aktiv. Dort hat Jelastic mehrere Preise als innovativste Platform-as-a-Service (PaaS) im Java-Universum eingeheimst. Mit Jelastic lässt sich gegenwärtig jede Technologie implementieren (Golang, Node.js, Python, Docker, Kubernetes usw.). Deswegen liess mein Interesse nie nach. Für mich ist Jelastic ein echtes „IT-Juwel“. Dank seiner innovativen Aspekte und seiner Benutzerfreundlichkeit ist es nicht mehr erforderlich, auf spezialisierte und zertifizierte DevOps-Profile zurückzugreifen.

Jeder x-beliebige Entwickler oder sogar CEO kann sich um die Cloud-Architektur kümmern (in KMUs oder Start-ups). Erhebliche Vorteile sind auch die automatische Skalierung von Ressourcen und die einfache Abrechnung: Der Kunde zahlt ein Entgelt für die tatsächliche Nutzung und nicht für reservierte Ressourcen, die er nicht genutzt hat. Auch muss er seine Kosten nicht mit einem Tabellenblatt ausrechnen, denn Jelastic liefert sofort eine völlig transparente Kostenaufstellung. Diese Vorteile sind ein echter „Game Changer“ für KMU.

Für welche Organisationen eignet sich Jelastic am meisten?

Jelastic ermöglicht, sich auf die Entwicklung seines Geschäfts zu fokussieren, ohne zu viel Zeit und Geld für die Cloud-Infrastruktur aufzuwenden.

Das ist optimal für Unternehmen, mit sehr kurzer „time to market“ (Markteinführungszeit), wenig Ressourcen für IT-Infrastruktur und begrenztem Budget. Ein gängiges Beispiel sind Start-ups. Auch für KMU, die sich eine simple, agile und skalierbare Infrastruktur wünschen, ist dies die beste Lösung.

Jelastic kann aber auch grossen Unternehmen, die mehrere Hundert Entwickler (z.B. 500-1000) beschäftigen und komplexe CI- / CD-Pipelines benötigen, hervorragende Dienste leisten. Das Tool ermöglicht, Hunderte von Anwendungen zu überwachen, eine strenge Kostenkontrolle zu gewährleisten und über die API benutzerdefinierte Funktionen wie Kubernetes oder (öffentliche / private) Hybrid-Clouds einzurichten.

Wie lange dauert es, bis man mit Jelastic loslegen kann?

Nicht sehr lange. Ich schätze an dieser Lösung unter anderem am meisten, dass sie offen ist.  Für Standardlösungen wie WordPress, Magento oder GitLab sowie spezifische Anwendungskonfigurationen sind Hunderte kostenloser Templates verfügbar. So erfordert beispielsweise die Einrichtung eines Load Balancers mit Java-, DB- und SSL-Instanzen nur ein oder zwei Mausklicks. Die Einrichtung einer neuen Konfiguration und die Implementierung der Anwendung dauern je nach Komplexität einige Minuten bis höchstens eine Stunde. Das war früher undenkbar. Man kann klein anfangen und schrittweise Funktionen hinzufügen (Cache, Docker, Scaling usw.).

Die Schnittstelle ist intuitiv, und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auf YouTube ist das Video eines vierjährigen Kindes abrufbar, das in 2 Minuten eine Java-Umgebung mit mehreren Instanzen einrichtet:

 

Welche Vorteile und Einschränkungen bringt Jelastic im Vergleich zu anderen Lösungen mit sich?

Jelastic ist einfacher und demgemäss stärker eingeschränkt als andere Lösungen. Dies wird jedoch durch eine stärkere Öffnung und mehr Kompatibilität teilweise wettgemacht. So bietet Jelastic beispielsweise keine proprietären Machine-Learning-Lösungen für S3-Speicherung oder User Authentication (Benutzerauthentifizierung). Allerdings ist die Kommunikation mit externen Anbietern möglich, um S3 und Glacier von AWS oder Azure Active Directory von Microsoft zu nutzen.

Automatisierte Architektur

Ebenso gibt es das Dashboard und den Marketplace von Jelastic. Diese enthalten kostenlose und einsatzbereite Konfigurationen und Funktionen. Entsprechend ermöglicht Jelastic die gesamte Beherrschung der Technologie. Verglichen mit anderen Lösungen ist das ein gewaltiger Vorteil. Man kann Java 8, 11 und 16 und jeden neuen Release installieren, ohne Docker-Versionen erstellen zu müssen. Ebenfalls möglich sind A/B-Testing, die direkte Implementierung von Builds aus GitHub bei jedem Commit, die Installation von SSL, dedizierte Domains, Domain-Swaps, die Verteilung des Datenverkehrs usw. Alle diese Möglichkeiten entwickeln sich fortlaufend weiter.

Durchschaubare Kostenstruktur

Mit Jelastic lässt sich die eigene Architektur in einem Dashboard, die von dir benötigten Instanzen und die Instanzen, die du skalieren möchtest, grafisch entwerfen.Ausserdem werden die minimalen und maximalen Kosten pro Monat ermittelt. Und das alles im Handumdrehen! Mehr ist nicht erforderlich.

Andere Anbieter bieten einen Rechner an, der schnell zu Tabellenblättern mit Hunderten von Optionen und Variablen wird und die Gefahr birgt, dass bestimmte Aspekte vergessen oder falsch eingeschätzt werden. Genauere Informationen sind den einzelnen Websites der Anbieter zu entnehmen. Nicht auszuschliessen ist aber auch, dass man von der Auswahl der Angebote erschlagen wird.

Ich empfehle, einen Anbieter zu wählen, der in puncto Dienste und Tarife transparent ist.

Hast du kritische Anwendungen, die unter Jelastic laufen?

Ich habe mehrere Anwendungen unter Jelastic, davon eine, die nicht nur „mission-critical“, sondern „life-critical“ ist – ein System für die Echtzeitüberwachung des Blutzuckers von Diabetikern.

Was würdest du KMU zum Schluss an Rat mit auf den Weg geben?

Letztendlich entscheidet die Wahl der Plattform, ob ein Projekt gelingt oder scheitert. Die Gefahr geht dabei von der Schwierigkeit der Konfiguration aus: Sicherheitsverwaltung, Berechnung von Ressourcen, Implementierung usw.Durch die Komplexität entstehen Fehler, die den Fortschritt behindern. In der Praxis ist Einfachheit Trumpf und die beste Wahl!

Wichtig ist, sich eines klarzumachen: Mehr Funktionen bringen auch mehr Möglichkeiten für Knebelverträge mit sich. Das ist ein altbewährtes Konzept. Die Cloud-Giganten bieten eine Vielzahl kostenloser oder günstiger proprietärer Funktionen an, um die Gunst der Kunden zu gewinnen. Der spätere Ausstieg wird damit erschwert. Am Ende des Tages wirst du von diesem Anbieter abhängig, der dich bei deiner technischen Weiterentwicklung oder deiner Migration zu kostengünstigeren Lösungen ernsthaft behindern kann.

Übrigens ist es mit Jelastic durchaus möglich, zu anderen Lösungen zu migrieren. Doch wenn man diese nicht unbedingt benötigt, kann man sich damit auch unnötig das Leben schwer machen.

Der Vorteil einer offenen Lösung wie Jelastic besteht darin,dass man Schritt für Schritt ohne jegliche Probleme migrieren kann. Die Lösung lässt sich leicht in andere Clouds oder eine bereits bestehende Infrastruktur integrieren. Man kann sogar seinen Anbieter wählen, wie Infomaniak. Das bringt mich zu meinem letzten Aspekt bzw. meiner Zusammenfassung:

Sich auf eine komplexe Lösung zu versteifen, ist sinnlos, wenn alles einsatzbereit und dazu noch in Reichweite ist. Wenn du dich für Jelastic Cloud von Infomaniak entscheidest, hast du praktisch dieselben Möglichkeiten und Kostentransparenz. Ausserdem steht dir ein Support zur Verfügung, der deine Sprache spricht und in puncto Sympathie seinesgleichen sucht.

Letztlich zählt das, was du mit deiner Cloud-Plattform machen kannst. Und eines ist sicher: Mit Jelastic Cloud kannst du das, was du benötigst, in völliger Eigenregie machen.

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Warum mit der Durchführung eines Projekts warten? Sie können alle Architekturen, die Sie mit Jelastic Cloud umsetzen möchten, 14 Tage lang kostenlos testen – mehr als genug, um sich von dieser Lösung zu überzeugen.

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