Seit 1994 verfolgt Infomaniak denselben Kurs: Privatsphäre, Umwelt und lokale Verankerung. 32 Jahre später sind diese Verpflichtungen keine blossen Versprechen mehr. Am 20. Mai 2026 hat unser Gründer Boris Siegenthaler die Mehrheit der Stimmrechte von Infomaniak einer gemeinnützigen Schweizer Stiftung übertragen: der Infomaniak-Stiftung. Ein unwiderruflicher Schritt, der in Europa selten ist und das Unternehmen vor jeder Übernahme schützt sowie seine DNA für die Zukunft sichert. Für Sie als Kundinnen und Kunden bedeutet das nur eines: Ihre Cloud bleibt schweizerisch, unabhängig und ihren Werten treu. Für immer.
«Technologie hat nur dann einen Sinn, wenn sie das Leben verbessert, unseren Planeten respektiert und unsere kollektive Eigenständigkeit stärkt.»
— Boris Siegenthaler, Gründer von Infomaniak
Warum jetzt?
Lange Zeit verfolgte Boris Siegenthaler einen anderen Plan. Jedes Jahr öffnete er das Kapital für die Mitarbeitenden, indem er ihnen einen Teil seiner Aktien überliess. Die Idee dahinter: Das Unternehmen sollte schrittweise ihnen gehören. 36 von ihnen waren bereits Aktionärinnen und Aktionäre und hielten 25% des Kapitals. Eine schrittweise Übertragung im Einklang mit den Werten des Unternehmens.
Doch dieses Vorhaben blieb fragil. Wenn mehrere Mitarbeitende mit Aktienbesitz gleichzeitig ausgeschieden wären, hätte Infomaniak ihre Aktien zurückkaufen müssen – mit finanziellen Kosten, die untragbar hätten werden können. Und vor allem blieb die Nachfolgefrage offen: Sollte Boris einmal nicht mehr da sein, wären seine Erbinnen, die keinerlei operative Kenntnisse des Unternehmens haben, sofort von Investoren angesprochen worden. Mit der Mehrheit der Stimmrechte kontrolliert man ein Unternehmen. Man kann alles ändern. Alles rückgängig machen.
Es brauchte einen Ankerpunkt, der nicht mehr von einer einzigen Person abhängt. Der Kontext machte den Abschluss dringend: die Beschleunigung der KI, die Übernahme europäischer Cloud-Anbieter, die Verschärfung extraterritorialer Gesetze, geopolitische Spannungen. Und die Verantwortung wuchs: Millionen von Privatpersonen, Hunderttausende von Unternehmen und Institutionen vertrauen uns täglich ihre sensibelsten Daten an. Wir sind es ihnen schuldig, ihre Wahl langfristig abzusichern.
Was sich konkret geändert hat
Die Infomaniak-Stiftung hält jetzt die Mehrheit der Stimmrechte an der Infomaniak Group SA in Form von Spezialaktien: eine Kategorie, die der Stiftung eine dauerhafte Sperrmacht verleiht und die niemals abgetreten werden kann. Boris Siegenthaler und die 36 Mitarbeitenden mit Aktienbesitz haben diesen Übertrag einstimmig gebilligt und akzeptiert, dass die Stimmrechte ihrer Aktien entsprechend sinken. Bis heute hat Infomaniak keine externen Investoren.
Konkret bedeutet dies, dass keine Übernahme des Unternehmens mehr ohne die Zustimmung der Stiftung möglich ist. Selbst wenn Boris einmal nicht mehr da sein sollte, selbst wenn ein unwiderstehlicher Investor an die Tür klopfen würde – die Kontrolle über Infomaniak bleibt in den Händen einer Struktur, die seiner Mission gewidmet ist.
Kein Versprechen. Keine Absicht. Eine Struktur.
Die zwei Rollen der Infomaniak-Stiftung
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Infomaniak-Stiftung zwei unterschiedliche Rollen hat.
Eine vorrangige Aufgabe im Allgemeininteresse
Die Infomaniak-Stiftung ist in erster Linie eine als gemeinnützig anerkannte Schweizer Stiftung – einer der anspruchsvollsten Rechtsstatus des Schweizer Rechts: Ihre Statuten werden notariell beurkundet, ihre gemeinnützige Mission ist in den Statuten festgeschrieben, und sie steht unter der ständigen Aufsicht der Genfer Kantonsbehörden.
Ihre Mission: unabhängige Projekte in vier Bereichen zu unterstützen, die über den Rahmen von Infomaniak hinausgehen.
- Digitale Souveränität und Bildung
- Ethische Digitalisierung
- Umwelt und Biodiversität
- Energiewende
Diese Mission knüpft an Initiativen an, die Infomaniak seit Jahren unterstützt, wie die DebConf (internationale Konferenz der Debian-Entwicklerinnen und -Entwickler), das Projekt 42 Lausanne (Programmierschule) oder Agent Green (Umwelt-NGO, deren Gründer Gabriel Paun 2024 mit dem «Champion of the Earth»-Preis der Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde).
Die Stiftung wird durch einen Anteil von bis zu 5% des Jahresgewinns von Infomaniak finanziert. Je mehr Infomaniak wächst, desto mehr Projekte kann die Stiftung unterstützen.
Eine Rolle als Referenzaktionärin, Garantin der Verpflichtungen von Infomaniak
Als Referenzaktionärin der Infomaniak Group SA sorgt die Stiftung dafür, dass das Unternehmen seiner Mission treu bleibt. Sie trifft keinerlei operative Entscheidungen: Sie ist eine stille, aber mächtige Hüterin, die nur in den kritischen Momenten des Unternehmenslebens eingreift.
Ihre Leitlinie ist die Beteiligungscharta, deren 9 Grundsätze wir nachfolgend ausführen.
Der Stiftungsrat
Der Stiftungsrat zählt vier ehrenamtliche Mitglieder:
- Marc Maugué, seit vielen Jahren im Stiftungswesen in der Westschweiz tätig,
- Jonathan Normand, zentrale Persönlichkeit im Bereich Governance und Strategien mit positiver Wirkung in der Schweiz,
- Claire Siegenthaler, Vertreterin der dritten Generation einer Familie, die sich für ökologische und ethische Anliegen engagiert,
- Boris Siegenthaler, Gründer und strategischer Direktor von Infomaniak, der den Vorsitz während einer Anfangsphase von drei Jahren übernimmt.
Die Beteiligungscharta: 9 unverrückbare Grundsätze
Im Zentrum des Konstrukts steht ein notariell beurkundetes Gründungsdokument: die Beteiligungscharta. Diese Charta legt fest, was die Stiftung als Referenzaktionärin von Infomaniak zu verteidigen hat. Sie definiert 9 grundlegende Prinzipien, die die DNA des Unternehmens ausmachen. Diese Prinzipien können vom Stiftungsrat verstärkt, aber niemals abgeschwächt werden. Genau das macht die Verpflichtung unantastbar.
I. Unabhängigkeit
Sich die Mittel verschaffen, der Mission und den Werten des Unternehmens langfristig treu zu bleiben, indem der Profit der Dauerhaftigkeit des Projekts und der angestrebten Wirkung untergeordnet wird, um im Interesse künftiger Generationen und allen Lebens frei aufzubauen, zu investieren und zu entscheiden.
II. Digitale Souveränität
Die technologische Hoheit dort verankern, wo die Daten gespeichert sind. Souveränität entsteht durch die Beherrschung des Codes (offen oder lokal) und der Schlüsselkompetenzen, sodass der technologische Wert im lokalen Ökosystem geschaffen und gehalten wird.
III. Privatsphäre
Die von den Kundinnen und Kunden anvertrauten Daten bleiben ihr Eigentum oder zumindest unter ihrer ausschliesslichen Kontrolle. Sie dürfen ausschliesslich zur Erbringung der beauftragten Leistung verwendet werden. Jede darüber hinausgehende Nutzung, einschliesslich des Trainings von KI-Modellen, muss standardmässig deaktiviert sein und darf nur mit ausdrücklicher, freiwilliger und widerrufbarer Einwilligung erfolgen.
IV. Umweltverantwortung
Die ökologischen Auswirkungen aller Aktivitäten müssen an der Quelle vermieden und kontinuierlich reduziert werden. Bei der Beschaffung wird die Nähe zum Betriebsstandort bevorzugt, um transportbedingte Emissionen zu begrenzen und die Umgehung von Umweltstandards zu vermeiden. Sämtliche erzeugten CO₂-Emissionen müssen durch Projekte kompensiert werden, deren Reduktionswirkung real, messbar und überprüfbar ist.
V. Sinnvolle und zugängliche Innovation
Die Technologie muss realen Bedürfnissen dienen und Open Source und offene Standards bevorzugen. Jede technische Schliessung muss begründet, dokumentiert und regelmässig überprüft werden. Die Preise spiegeln die tatsächlichen Kosten der Dienstleistung wider, ohne Renten oder überhöhte Margen. Wesentliche digitale Werkzeuge müssen für möglichst viele Menschen zugänglich bleiben.
VI. Transparenz
Transparenz ist die Voraussetzung für Vertrauen. Die Wahrheit zu sagen, Mängel anzuerkennen und über Ergebnisse Rechenschaft abzulegen, ist eine absolute Pflicht gegenüber den Kundinnen und Kunden, den Aktionärinnen und Aktionären sowie den Mitarbeitenden.
VII. Lokale Verankerung
Der geschaffene Wert muss in erster Linie dem Gebiet zugutekommen, das ihn ermöglicht hat. Arbeitsplätze und Lieferanten werden vorrangig im Inland gewählt, in zweiter Linie auf dem Kontinent und nur im Notfall im Rest der Welt. Eine durch finanzielle Optimierung motivierte Auslagerung widerspricht dem Geist des Gründers und dieser Charta.
VIII. Arbeitsleben
Das Unternehmen ist ein Ort, der jene trägt, die es zum Leben erwecken. Jede und jeder soll hier einen Beruf ausüben, der für sie oder ihn Sinn ergibt, und diesen Sinn in den Dienst einer einzigen Anforderung stellen: die Kundinnen und Kunden zu respektieren, deren Vertrauen das Unternehmen erst ermöglicht. Die Arbeitszeit wird respektiert, Überstunden werden ausgeglichen, und die Vergütung wird so fair gehalten, wie es die Mittel des Unternehmens zulassen.
IX. Nachhaltiger Wohlstand
Die Dauerhaftigkeit der Mission setzt ein dauerhaft profitables Unternehmen voraus. Die Gewinne finanzieren in erster Linie Forschung, Entwicklung und souveräne Infrastrukturen und vergüten anschliessend die Aktionärinnen und Aktionäre. Wenn die Finanzen es zulassen, wird ein Anteil von bis zu 5% des Gewinns an die Stiftung für ihre gemeinnützigen Zwecke ausgeschüttet.
Jedes Jahr muss Infomaniak der Stiftung über die Einhaltung dieser 9 Grundsätze in Form eines öffentlichen Wirkungsberichts Rechenschaft ablegen. Dies ist der Mechanismus, der die Verpflichtung in eine messbare Realität verwandelt.
Eine gestärkte Unternehmensführung
Parallel zur Gründung der Stiftung wurde der Verwaltungsrat von Infomaniak Group verstärkt, um die nächste Entwicklungsphase strukturell zu festigen. Neben Boris Siegenthaler und Frank Guemara, Verwaltungsrat von Infomaniak und Spezialist für Unternehmensfinanzen, sind zwei unabhängige Verwaltungsräte in das Gremium eingetreten:
- Patricia Solioz Mathys, Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, mit langjähriger Führungserfahrung in grossen Schweizer öffentlichen Strukturen und Industriedienstleistungen.
- Paul Such, anerkannter Cybersicherheitsexperte in der Schweiz, Leiter von Swiss Post Cybersecurity und Gründer mehrerer Unternehmen.
Zudem wurden zwei unabhängige Ausschüsse eingerichtet: ein Audit- und Risikoausschuss (Vorsitz: Paul Such), der über die finanzielle Solidität und das Management der wichtigsten Risiken wacht, und ein Vergütungsausschuss (Vorsitz: Patricia Solioz Mathys), der dafür sorgt, dass die Vergütungen mit der Philosophie des Unternehmens im Einklang bleiben. Dies sind die höchsten Governance-Standards – jene, die man bei den solidesten Unternehmen am Markt findet.
Das Unternehmen wird weiterhin von seinem Führungsteam geleitet: Marc Oehler (CEO), Céline Morey (CFO) und Boris Siegenthaler (CSO), der weiterhin voll in die Strategie von Infomaniak eingebunden ist.
Warum dies in Europa einzigartig ist
Das Modell der Aktionärsstiftung ist in Europa nicht neu. Bosch, Carl Zeiss, Bertelsmann, Rolex oder Victorinox haben es vor uns übernommen, teils seit über einem Jahrhundert.
Das Besondere am Ansatz von Infomaniak ist, dass nach unserem Wissensstand kein anderer europäischer Cloud-Anbieter heute die Mehrheit seiner Stimmrechte einer gemeinnützigen Stiftung übertragen hat, um ein Engagement zu schützen, das so stark seit 1994 verteidigt wird: Souveränität, Privatsphäre, Umwelt und lokale Verankerung – alle direkt angesprochen und in der Beteiligungscharta der Stiftung verankert.
In Europa sind mehrere Cloud-Anbieter im Portfolio ausländischer Fonds gelandet. Infomaniak hingegen befindet sich nun mehrheitlich im Besitz einer gemeinnützigen Schweizer Stiftung, deren vorrangige Mission das Allgemeininteresse ist. Es ist heute eine Cloud, die von Millionen von Nutzerinnen und Nutzern und Hunderttausenden von Unternehmen und Institutionen in ganz Europa genutzt wird.
«Unsere Unabhängigkeit ist kein Versprechen. Sie ist eine Struktur. Diese Stiftung ist der Höhepunkt von 30 Jahren Engagement und garantiert, dass Infomaniak weiterhin einer Digitalisierung dient, die den Menschen dient, den Planeten respektiert und die Eigenständigkeit Europas bewahrt – weit über die Personen hinaus, die das Unternehmen heute tragen.»
— Boris Siegenthaler, Gründer von Infomaniak und Präsident der Infomaniak-Stiftung
Pioniere des souveränen Webs, mit einer in Europa einzigartigen DNA
Die Geschichte von Infomaniak beginnt 1990 mit Boris Siegenthaler in einem Computerclub in Bellevue, getragen von einer Gruppe leidenschaftlicher Genferinnen und Genfer. 1994 entsteht aus dem Club ein Computerladen in Châtelaine, der PCs zu CHF 1’500 zusammenbaut und verkauft, während andere CHF 3’000 verlangten. Schon bald wendet sich Infomaniak dem Internet zu und bietet kostenlose Zugänge an, während die Anbieter CHF 150 pro Monat berechneten, anschliessend Webhosting für CHF 200 pro Jahr, während andere denselben Betrag pro Monat verlangten. Zwischen 1994 und 1998 gehen über 40’000 Genferinnen und Genfer dank Infomaniak ins Internet. Das war die ursprüngliche Idee: die Digitalisierung allen zugänglich machen.
- Zwischen 1994 und 1998 machten wir den Internetzugang allen zugänglich, während die Anbieter daraus ein Luxusprodukt machten.
- 2007 unterzeichneten wir unsere erste Umweltcharta, als noch niemand vom CO₂-Fussabdruck der Digitalisierung sprach.
- 2013 entfernten wir die Kühlung mit Kältemitteln aus unseren Rechenzentren, die seither ausschliesslich mit gefilterter Aussenluft gekühlt werden, und wurden mit der Beherrschung von OpenStack zu einem vollwertigen Cloud-Anbieter.
- 2021 brachten wir unsere souveräne Public Cloud auf den Markt, zu 100% schweizerisch, zu einer Zeit, als die Abhängigkeit von amerikanischen Hyperscalern den europäischen Institutionen Sorgen zu bereiten begann.
- 2022 boten wir kSuite an, eine souveräne kollaborative Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace, lange bevor die digitale Souveränität zu einem politischen Thema in Europa wurde.
Während Google und Microsoft ihre AGB alle zwei Jahre neu schreiben, je nach Kontroversen oder neuen Anwendungen, verteidigen wir von Anfang an dasselbe: Wir verkaufen Ihre Daten niemals weiter und nutzen sie nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung zum Training unserer KI-Modelle. Während einige ihren Support ausgelagert, ihre Entwicklung externalisiert oder an Investmentfonds verkauft haben, hat Infomaniak das Gegenteil getan: Wir konzipieren, entwickeln und betreiben alles in der Schweiz, mit 100% unserer Mitarbeitenden vor Ort.
Ökologie, lange bevor sie zum Thema wurde
Dieses Engagement ist nicht neu. Es leitet unsere technischen Entscheidungen seit fast 20 Jahren. Unsere Rechenzentren weisen eine der weltweit besten Energieeffizienzen auf (ein PUE – der Branchenreferenzindikator – auf einem der niedrigsten Niveaus), und unser Wasserverbrauch ist ebenfalls sehr niedrig, weil wir unsere Rechenzentren mit gefilterter Aussenluft kühlen, ohne mechanische Klimatisierung.
Wir behalten unsere Server bis zu 15 Jahre lang im Einsatz, gegenüber 3 bis 5 Jahren in der übrigen Branche. Unser Strom ist zu 100% erneuerbar, davon produzieren wir 30% selbst über unsere eigenen Solaranlagen mit Modulen, die vollständig in Europa hergestellt werden. Und seit 2018 kompensieren wir 200% unserer CO₂-Emissionen (seit 2007 100%).
Unsere vierte Generation von Rechenzentren geht noch weiter: Sie verwertet 100% des verbrauchten Stroms in Form von Wärme. Im Untergeschoss eines Ökoquartiers gelegen, heizt es im Winter 6’000 Haushalte und ermöglicht im Sommer 20’000 Personen eine tägliche Dusche. All dies ist als Open Source auf d4project.org dokumentiert, damit andere Akteure sich daran inspirieren können.
100% Schweizer Know-how, ohne Auslagerung
Unsere Rechenzentren werden in der Schweiz gebaut, betrieben und gesichert, ohne ausländische Auslagerung. Unsere Cloud-Plattformen und unsere Software werden hier von unseren Teams konzipiert, entwickelt und betrieben. Auch unsere Lieferanten und Partner sind, wo immer möglich, lokal.
Und hinter dieser Infrastruktur befindet sich unser gesamtes Team in der Schweiz, in Genf und Zürich. Nicht 200 Personen in der Schweiz und 2’000 in Vietnam. Alle hier. Und anders als die Web-Giganten, die sich auf Steueroptimierungskonstrukte stützen, zahlen wir auch unsere gesamten Steuern in der Schweiz.
Für Sie bedeutet dies konkrete Verpflichtungen. Ihre Daten befinden sich in der Schweiz, ausserhalb der Reichweite des Cloud Act (US-Gesetz zum Datenzugriff) und anderer extraterritorialer Gesetze. Sie werden niemals weiterverkauft, niemals ausgewertet, und der Zugriff darauf ist streng geregelt. Und wenn Sie gehen möchten, gehen Sie so, wie Sie gekommen sind: offene Formate, dokumentierte APIs, keine Ausstiegskosten. Wir glauben, dass man sich Ihre Treue verdienen muss, nicht durch eine Kundenbindung erzwingen.
Wir gehen noch weiter: 1% unseres jährlichen Wachstums spenden wir an NGOs wie Agent Green, Amnesty International, Reclaim Finance, Public Eye, Wikimedia oder Kokopelli.
Und danach? Wachsen, ohne sich zu verraten
Die Stiftung ist nun die Garantin der DNA und der Mission von Infomaniak. Diese Struktur schafft die notwendige Voraussetzung für jede künftige Entwicklung des Aktionariats. Von nun an kann Infomaniak seine Entwicklung beschleunigen und in aller Sicherheit die Ressourcen aufnehmen, die für sein Wachstum notwendig sind, ohne jemals die gegenüber seinen Kundinnen und Kunden eingegangenen Verpflichtungen zu beeinträchtigen. In den kommenden Monaten wird das Unternehmen einen Teil seines Kapitals schrittweise für Investoren öffnen, die mit seinen Werten im Einklang stehen, um eine souveräne Cloud auf europäischer Ebene zu entwickeln – in einem Kontext, in dem die digitale Souveränität ein strategisches Anliegen ist.
Keine Übernahme, keine Abtretung und kein Kontrollwechsel können künftig ohne die Zustimmung der Stiftung erfolgen, die als Garantin der Unabhängigkeit und der Mission von Infomaniak auf Dauer fungiert. Infomaniak kann niemals verkauft oder von seiner Mission abgebracht werden.
Sich für Infomaniak entscheiden heisst, eine strategische Entscheidung treffen
Ab heute:
- Eine geschützte Entscheidungsstruktur: Die Stiftung hält die Mehrheit der Stimmrechte in Form nicht übertragbarer Spezialaktien, ein Übertrag, der von allen Aktionärinnen und Aktionären einstimmig gebilligt wurde.
- Unsere Verpflichtungen sind in der Beteiligungscharta der Stiftung verankert: digitale Souveränität, Schutz der Privatsphäre, Umweltverantwortung, lokale Verankerung. Jede strukturelle Änderung erfordert die Zustimmung der Stiftung, die diese Grundsätze nur verstärken, niemals abschwächen kann.
- Wachsen, ohne sich je zu verraten: Infomaniak kann sich weiterentwickeln, investieren, neue Aktionärinnen und Aktionäre aufnehmen, wenn dies seiner Mission dient. Die Stiftung als Mehrheitsaktionärin garantiert, dass die DNA des Unternehmens bei allen Entscheidungen, die seine Identität berühren, bewahrt bleibt.
- Das Unternehmen wird weiterhin von seinem Team geführt: Die Stiftung trifft keinerlei operative Entscheidungen. Das Führungsteam leitet Infomaniak weiterhin wie zuvor.
- Bis zu 5% des Jahresgewinns gehen an die Stiftung, die unabhängige Projekte in den Bereichen digitale Souveränität, ethische Digitalisierung, Umwelt und Energiewende finanzieren wird.
Häufige Fragen (und eine Botschaft an unsere Kundinnen und Kunden)
Ändert sich mein Vertrag, ändern sich meine Daten oder meine Dienste?
Für die Kundinnen und Kunden ändert sich nichts. Die Governance entwickelt sich weiter, aber das Team, die Dienste, die Preise und Ihre Daten bleiben streng identisch.
Wer leitet Infomaniak heute?
Dasselbe Führungsteam: Marc Oehler (CEO), Céline Morey (CFO) und Boris Siegenthaler (CSO). Die Stiftung trifft keine operativen, kommerziellen oder technischen Entscheidungen. Sie wirkt ausschliesslich als Schutzinstanz für die Unabhängigkeit und die Werte.
Kann die Charta der Stiftung geändert werden?
Das Schweizer Recht regelt die Änderung der Statuten einer gemeinnützigen Stiftung streng: Jede Änderung erfordert die Zustimmung der kantonalen Aufsichtsbehörden, kann nur in Ausnahmefällen erfolgen und muss dem Willen des Stifters treu bleiben. Die notariell beurkundete Beteiligungscharta legt den Rahmen fest, über den die Stiftung wachen muss: Ihre Grundsätze (Souveränität, Privatsphäre, Umwelt, lokale Verankerung) können vom Stiftungsrat verstärkt, niemals jedoch abgeschwächt werden. Die Struktur ist so konzipiert, dass sich die Werte nur weiterentwickeln, niemals zurückgehen können – auch beim Wechsel der Personen, die heute die Geschäfte führen.
Was passiert, wenn Infomaniak künftig sein Kapital für Investoren öffnet?
Das ist vorgesehen: Infomaniak wird sein Kapital schrittweise öffnen, um die Entwicklung einer souveränen Cloud auf europäischer Ebene zu beschleunigen. Diese Öffnung kann je nach Bedarf und Marktkontext verschiedene Formen annehmen. Welche Form auch gewählt wird, die Stiftung behält die Mehrheit der Stimmrechte, was gewährleistet, dass die DNA, die Mission und die Verpflichtungen des Unternehmens bewahrt bleiben. Genau das ermöglicht diese Struktur: wachsen, ohne sich zu verraten.
Wie wird die Stiftung finanziert?
Durch einen Anteil von bis zu 5% des Jahresgewinns von Infomaniak.
Wo erfahre ich mehr?
- Die dedizierte Website: fondation-infomaniak.ch
- Die Beteiligungscharta der Infomaniak-Stiftung
- Statuten der Infomaniak-Stiftung
- Die Seiten Governance und Investoren von Infomaniak
An Sie, die Infomaniak seit 32 Jahren tragen
Wenn Infomaniak seine Unabhängigkeit all diese Jahre bewahren konnte, dann auch dank Ihnen.
An jene, die sich uns am Anfang angeschlossen haben, als wir nur ein Computerclub in Genf waren.
An jene, die uns heute entdecken und sich für eine andere, respektvollere Cloud entscheiden.
An alle Mitarbeitenden, die zur Entwicklung von Infomaniak beigetragen haben.
Diese Unabhängigkeit ist auch Ihr Sieg. Ohne Sie wäre nichts davon möglich gewesen. Danke.
Wie Infomaniak seinen Energieverbrauch mithilfe von ARM-Prozessoren senken möchte
Donnerstag 2 April 2026

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